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<title>Maroons</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Maroons</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Als <b>Maroons</b> (Singular: <i>Maroon</i>, <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a> und <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländisch</a>: <i>Marron</i>, von <a href="Spanische_Sprache" title="Spanische Sprache">spanisch</a> <i>cimarrón</i>) werden seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Bevölkerungsgruppen überwiegend afrikanischer Herkunft bezeichnet, die sich der Sklaverei in den britischen, französischen und niederländischen Kolonien Amerikas durch Flucht oder auch aktiven Widerstand entziehen konnten. In den spanischen Kolonien wurde die Bezeichnung <b>Cimarrón</b> verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffsgeschichte">Begriffsgeschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Etymologie">Etymologie</h3></div>
<p><i>Maroon</i> und <i>Marron</i> sind korrumpierte Formen des spanischen Adjektivs <span lang="es"><i>cimarrón</i></span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚verwildert, wild, nicht domestiziert‘</span>. Auch wenn die <a href="Etymologie" title="Etymologie">Etymologie</a> von <i>cimarrón</i> nicht eindeutig geklärt ist, wird die Ableitung von <span lang="es"><i>cima</i></span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚Berggipfel‘</span> weitgehend akzeptiert.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wortbedeutungen">Wortbedeutungen</h3></div>
<p>Im <a href="Hispanoamerika" title="Hispanoamerika">hispanoamerikanischen Sprachraum</a> bezieht sich <i>cimarrón</i> meist auf verwilderte Kulturpflanzen und entlaufene, wild lebende Haustiere oder deren Wildformen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Somit charakterisiert der Begriff in seiner Grundbedeutung pflanzliche und tierische Ressourcen, deren Verwertbarkeit für den Menschen durch ihren schwer zugänglichen Lebensraum oder die Wehrhaftigkeit einer Spezies eingeschränkt wird. So wird z. B. das Wildschwein in Spanien als <i>jabalí</i><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bezeichnet, in Lateinamerika jedoch als <i>cerdo cimarrón</i>, also Tiere, die vom verwilderten, im 16. Jahrhundert aus Europa in die Neue Welt eingeführten Hausschweinen (spanisch <i>cerdo</i>) abstammen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bedeutungswandel">Bedeutungswandel</h3></div>
<p>Die ursprüngliche Bedeutung von <i>cimarrón</i> wurde von den spanischen Eroberern zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch auf die „menschlichen Ressourcen“ der Neuen Welt übertragen, zunächst auf die <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">indigenen Ureinwohner</a>, die den Spaniern nicht nur als „ungezähmte Wilde“ erschienen, sondern sich deren Herrschaftsansprüchen auch durch Rückzug in schwer zugängliche Regionen oder unter Anwendung von Waffengewalt widersetzten.
</p><p>Mit den <i>indios cimarrones</i> erfuhr die Bezeichnung durch die Anwendung auf Vertreter der menschlichen Spezies eine Bedeutungserweiterung, die einerseits den Aspekt der Flucht aus einem Herrschaftsverhältnis beinhaltete, andererseits aber auch die Bereitschaft eines Geflohenen, die bestehenden Herrschaftsverhältnisse durch Schaffung eigener Siedlungen, durch Koalitionen mit anderen marginalisierten Bevölkerungsgruppen und notfalls auch durch gewaltsamen Widerstand zu verändern. Dieser Sinngehalt wurde im weiteren Verlauf der amerikanischen Kolonisation auch auf flüchtige afrikanische Sklaven (<i>negros cimarrones</i>) übertragen und fand in der substantivierten Wortform <i>cimarrón, m.</i> (Plural: <i>cimarrones</i>) unter Wegfall der ersten Silbe als <i>maroon</i> oder <i>marron</i> Eingang in die Sprachen anderer europäischer Kolonialmächte. Bei den Fluchtvorgängen (auch: <i>cimarronaje</i>) wurde zwischen <i>petit marronage</i> (Einzelausbrüche) und <i>grand marronage</i> (Gruppenausbrüche und bandenmäßiges Auftreten) unterschieden.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Cimarronaje_und_Marronage_in_den_transatlantischen_Gebieten">Cimarronaje und Marronage in den transatlantischen Gebieten</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Karibik">Karibik</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Jamaika">Jamaika</h4></div>
<p>Auf <a href="Jamaika" title="Jamaika">Jamaika</a> vermischten sich die Maroons mit den <a href="Indigene_V%C3%B6lker" title="Indigene Völker">indigenen Völkern</a> der <a href="Arawak" title="Arawak">Arawaks</a> und der <a href="Miskito" title="Miskito">Miskitos</a>. Die von den Sklavenhändlern für die <a href="Zuckerrohr" title="Zuckerrohr">Zuckerrohr</a>-Plantagen verschleppten Afrikaner kamen vor allem aus dem heutigen <a href="Ghana" title="Ghana">Ghana</a> und der <a href="Elfenbeink%C3%BCste" title="Elfenbeinküste">Elfenbeinküste</a>. Diese Sklaven sprachen überwiegend <a href="Akan" title="Akan">Akan</a>, wie die <a href="Fante_(Sprache)" title="Fante (Sprache)">Fante</a> und <a href="K%C3%B6nigreich_Aschanti" class="mw-redirect" title="Königreich Aschanti">Aschanti</a>. Durch ihre gemeinsame Sprache konnten sie Kommunikationslinien zur Vorbereitung der Flucht von den Plantagen unterhalten und Allianzen bilden.
</p>
<ul><li>Anfang des 18. Jahrhunderts – Vereinigung verschiedener Maroon-Gruppen und Verhandlung mit den <a href="K%C3%B6nigreich_Gro%C3%9Fbritannien" title="Königreich Großbritannien">Briten</a></li>
<li>1730 – 1739 – <a href="Erster_Maroon-Krieg" title="Erster Maroon-Krieg">Erster Maroon-Krieg</a>: Dieser bildete den Höhepunkt des bereits seit 1655 bestehenden Konflikts mit der englischen Kolonialmacht. Er endete 1739 mit einem Friedensvertrag, der den Maroons weitgehende Autonomie zugestand. Zu den Anführern der Maroons gehörten <a href="Granny_Nanny" class="mw-redirect" title="Granny Nanny">Granny Nanny</a> und ihr Bruder <a href="Cudjoe" title="Cudjoe">Cudjoe</a>. Durch ihre geschickten <a href="Guerilla" title="Guerilla">Guerilla</a>-Taktiken und Führungsqualitäten konnten sich die Maroons gegenüber den britischen Militärs behaupten und zwangen sie letztlich zu einem Friedensvertrag. Die Jamaikaner machten Granny Nanny in Liedern und Legenden unsterblich. Sie ist die einzige Frau auf der Liste der Nationalhelden von Jamaika. Außerdem ist die Maroon-Ansiedlung Nanny Town nordöstlich von <a href="Kingston_(Jamaika)" title="Kingston (Jamaika)">Kingston</a> in den <a href="Blue_Mountains_(Jamaika)" title="Blue Mountains (Jamaika)">Blue Mountains</a> nach ihr benannt und ihr Abbild ist auf dem 500-<a href="Jamaika-Dollar" title="Jamaika-Dollar">Jamaika-Dollar</a>-Schein verewigt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>1760 – Aufstand der <a href="Coromantee" title="Coromantee">Coromantee</a>, genannt <a href="Tacky%E2%80%99s_Rebellion" title="Tacky’s Rebellion">Tacky’s Rebellion</a>: Eine Gruppe Maroons unter der Führung von Tacky, der vor seiner Verschleppung aus Afrika Stammeshäuptling gewesen war, drang in der Nacht vor Ostermontag in den Hafen von Port Maria ein und erbeutete Musketen, Schießpulver und Kugeln. Als der Tag anbrach, hatten sich schon Hunderte angeschlossen. Sie zogen ins Landesinnere, zerstörten mehrere Plantagen und töteten deren Besitzer. Die Engländer schickten zwei komplette Kompanien hinter ihnen her, und Tacky wurde schließlich von hinten erschossen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.</li></ul>
<p>Nach der Volkszählung vom November 1877 lebten auf Jamaika 226.432 Sklaven, 18.347 Weiße, 9.405 freie Schwarze und 1.326 Maroons, insgesamt 255.510 Menschen<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p>
<ul><li>1795 – Zweiter Maroon-Krieg: Zwei Maroons aus Trelawny Town wurden für einen Diebstahl bestraft und in <a href="Montego_Bay" title="Montego Bay">Montego Bay</a> von Sklaven ausgepeitscht, was sie als entehrend ansahen. Daraufhin wurde der Ruf nach Rache laut. Der neue Gouverneur von Jamaika, der <a href="Alexander_Lindsay%2C_6._Earl_of_Balcarres" title="Alexander Lindsay, 6. Earl of Balcarres">Earl of Balcarres</a>, der Agenten des revolutionären Frankreichs am Werk sah, reagierte mit maßloser Härte, rief das Kriegsrecht aus und entsandte ein Sonderkommando nach <a href="Trelawny_Parish" title="Trelawny Parish">Trelawny Town</a>, um die Nachschubbasis der Rebellen zu zerstören. Bei ihrer Ankunft war das gesamte Dorf jedoch schon dem Erdboden gleichgemacht. Auf dem Rückweg geriet das Sonderkommando in einen Hinterhalt und wurde vollkommen vernichtet. Dies war der Auftakt zum Zweiten Maroon-Krieg. Er sollte fünf Monate dauern. 300 Maroons aus den Bergen hielten einer Übermacht von etwa 1500 europäischen Soldaten und 3000 Milizionären stand. Balcarres musste schließlich einsehen, dass er den Maroons mit rein militärischen Mitteln nicht beikommen konnte, und importierte 100 <a href="Schwei%C3%9Fhund" title="Schweißhund">Bluthunde</a> aus Kuba. Als diese Neuigkeit bei den Maroons ankam, brach fast eine Panik aus. Sie hatten zwar bewiesen, dass sie im Cockpit Country einer Übermacht standhalten konnten, gegen diese furchterregenden Tiere jedoch, die sie auch im Busch aufspüren konnten, sahen sie keine Chance. Noch vor dem Eintreffen der Tiere bemühten sich die Maroons um Frieden.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie wurden trotz gegenteiliger Versprechen nach <a href="Nova_Scotia" title="Nova Scotia">Nova Scotia</a> deportiert<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aber wanderten von dort wegen des harten Klimas im folgenden Jahr nach <a href="Sierra_Leone" title="Sierra Leone">Sierra Leone</a> aus. Nach dem Ende der Sklaverei im Britischen Reich kehrten einige von ihnen ab 1851 als <a href="Vertragsarbeiter" title="Vertragsarbeiter">Vertragsarbeiter</a> aus Sierra Leone nach Jamaika zurück<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.</li></ul>
<p>Bis heute sind die Maroons auf Jamaika autonom und haben eine eigene Kultur bewahrt. Sie leben hauptsächlich im Cockpit Country, einer schwer zugänglichen <a href="Karst" title="Karst">Karstlandschaft</a> im Landesinneren.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Accompong in den Bergen von <a href="Saint_Elizabeth_Parish" title="Saint Elizabeth Parish">Saint Elizabeth</a>, im Südwesten der Insel hat ca. 600 Einwohner. Am <a href="6._Januar" title="6. Januar">6. Januar</a> wird hier jährlich ein großes Fest zum Gedenken die Unterzeichnung des <a href="Friedensvertrag" title="Friedensvertrag">Friedensvertrages</a> mit den Briten gefeiert. Insgesamt leben etwa 7.000 Maroons in Jamaika.
Die Maroon-Kultur in Moore Town wurde 2008 in die <a href="Repr%C3%A4sentative_Liste_des_immateriellen_Kulturerbes_der_Menschheit" title="Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit">UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit</a> aufgenommen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lateinamerika">Lateinamerika</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Suriname">Suriname</h4></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Surinamische_Maroons" title="Surinamische Maroons">Surinamische Maroons</a></i></div>
<p>Die <i>Maroons</i> von <a href="Suriname" title="Suriname">Suriname</a> (Schreibweise in der ehemaligen niederländischen Kolonie: <i><b>Marrons</b></i>) sind Nachkommen von geflohenen Sklaven. Sie stammen ursprünglich überwiegend aus den heutigen Ländern <a href="Ghana" title="Ghana">Ghana</a>, <a href="Benin" title="Benin">Benin</a>, <a href="Togo" title="Togo">Togo</a> und <a href="Angola" title="Angola">Angola</a>. Sie lebten und leben nach wie vor Seite an Seite mit den <a href="Indigene_V%C3%B6lker_S%C3%BCdamerikas" title="Indigene Völker Südamerikas">indigenen Einwohnern</a> des Landes. Im Landesinneren bilden sie verschiedene Gemeinschaften und sind <a href="Volksstamm" class="mw-redirect" title="Volksstamm">stammesmäßig</a> organisiert. Die beiden größten Gruppen sind die <a href="Ndyuka" title="Ndyuka">Ndyuka</a> (auch: Aukaner) und die <a href="Saramaccaner" title="Saramaccaner">Saramaccaner</a> (auch: Saamaka). Die anderen vier Gruppen sind die Aluku (auch: Boni), die <a href="Kwinti" title="Kwinti">Kwinti</a>, die Matawai und die Paramaccaner.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei der Volkszählung im Jahre 2012 gaben <a href="Suriname#Bevölkerungsstruktur" title="Suriname">117.567 Personen</a> (21,7 % der Bevölkerung) an, zu einer dieser Gruppen zu gehören.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kolumbien">Kolumbien</h4></div>
<p>Im <a href="Kolumbien" title="Kolumbien">kolumbianischen</a> Dorf <i>Palenque de San Basilio</i> bei <a href="Cartagena_(Kolumbien)" title="Cartagena (Kolumbien)">Cartagena</a> leben noch heute Maroons mit einer <a href="Bantusprache" class="mw-redirect" title="Bantusprache">bantu</a>-<a href="Spanische_Sprache" title="Spanische Sprache">spanischen</a> <a href="Kreolsprache" title="Kreolsprache">Kreolsprache</a>, dem <a href="Palenquero" title="Palenquero">Palenquero</a>.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Brasilien">Brasilien</h4></div>
<p>In <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a> leben Maroons („Quilombolas“) noch heute in den Siedlungen <a href="Quilombo" title="Quilombo">Quilombos</a> und <a href="Palmares_(Siedlung)" title="Palmares (Siedlung)">Palmares</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vereinigte_Staaten_von_Amerika">Vereinigte Staaten von Amerika</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Virginia">Virginia</h4></div>
<p>Im Marschland <a href="Great_Dismal_Swamp" title="Great Dismal Swamp">Great Dismal Swamp</a> von <a href="Virginia" title="Virginia">Virginia</a> und <a href="North_Carolina" title="North Carolina">North Carolina</a> siedelten die <a href="Great_Dismal_Swamp_Maroons" title="Great Dismal Swamp Maroons">Great Dismal Swamp Maroons</a> unter schwierigen Verhältnissen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Florida">Florida</h4></div>
<p>Gracia Real de Santa Teresa de Mose (<a href="Fort_Mose" class="mw-redirect" title="Fort Mose">Fort Mose</a>), nördlich von <a href="St._Augustine_(Florida)" title="St. Augustine (Florida)">St. Augustine</a>, Florida, wurde 1738 von entflohenen Sklaven aus <a href="Carolina_(Provinz)" title="Carolina (Provinz)">Carolina</a> in damals spanischem Gebiet gegründet. Es wurde Teil der spanischen Befestigungsanlagen in Florida. Die Kultur der Bewohner war eine Mischung aus spanischen und afrikanischen Elementen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Schwarze_Seminolen" title="Schwarze Seminolen">Schwarzen Seminolen</a> waren ein Stamm, der aus entkommenen Sklaven und Angehörigen der lokalen <a href="Indianer_Nordamerikas" title="Indianer Nordamerikas">indianischen</a> Bevölkerung bestand, die als <a href="Seminolen" title="Seminolen">Seminolen</a> bezeichnet wurden.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Afrika">Afrika</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sierra_Leone">Sierra Leone</h4></div>
<p>Die ersten 538 Maroons siedelten vom jamaikanischen <a href="Trelawny_Parish" title="Trelawny Parish">Trelawny</a><sup id="cite_ref-:0_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> im Jahr 1800 als befreite Sklaven an die Küste von <a href="Sierra_Leone" title="Sierra Leone">Sierra Leone</a> über. Dort lebten bereits 1200<sup id="cite_ref-:0_19-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> schwarze <a href="Loyalisten" title="Loyalisten">Loyalisten</a>, die 1792 ins Land gekommen waren. Sie fanden ein Zuhause vor allem in der Maroon Town, einem heutigen Stadtteil der Hauptstadt <a href="Freetown" title="Freetown">Freetown</a>. Besonders bekannt ist die <a href="St._John%E2%80%99s_Maroon" title="St. John’s Maroon">St. John’s Maroon</a>, eine nach ihnen benannte Kirche.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Volksgruppen_in_Sierra_Leone" class="mw-redirect" title="Volksgruppen in Sierra Leone">Volksgruppen in Sierra Leone</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Gumbe" title="Gumbe">Gumbe</a></li>
<li><a href="Ravanne" title="Ravanne">Ravanne</a></li>
<li><a href="Garifuna" title="Garifuna">Garifuna</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>R. C. Dallas: <i>Historia de los Cimarrones.</i> Havanna 1980</li>
<li>E. Kofi Agorsah: <i>Archaeology of Maroon heritage in Jamaica</i>. In: <i>Archaeology of Jamaica</i>, Bd. 2, 1990, S. 14–19.</li>
<li>Richard B. Allen: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.persee.fr/docAsPDF/outre_1631-0438_2002_num_89_336_3985.pdf"><i>Maroonage and its legacy in Mauritius and in the colonial plantation world.</i></a> In: <i>Outre-mers,</i> Band 89, Nr. 336–337, 2002, S. 131–152</li>
<li>Chris de Beet: <i>De eerste Boni-oorlog, 1765–1778</i>. Centrum voor Caraïbische Studies, Instituut voor Culturele Antropologie, Rijksuniversiteit Utrecht 1984.</li>
<li>Kathleen Deagan, Darcie MacMahon: <i>Fort Mose: Colonial America's black fortress of freedom</i>. University Press of Florida, Gainesville 1995, ISBN 0-8130-1351-8.</li>
<li>Sylviane A. Diouf: <i>Slavery's Exiles: The Story of the American Maroons</i>. New York University Press, New York 2016, ISBN 978-0-8147-2437-8.</li>
<li>Jane Landers: <i>Gracia Real de Santa Teresa de Mose. A free black town in Spanish colonial Florida</i>. In: <i>American Historical Review</i>. Jg. 95 (1990), S. 9–30.</li>
<li>Charles E. Orser Jr.: <i>The archaeology of the African diaspora</i> In: <i>Annual Review of Anthropology</i>, Jg. 27 (1998), S. 63–82.</li>
<li>Elizabeth J. Reitz: <i>Zooarchaeological analysis of a free African community: Gracia Real de Santa Teresa de Mose</i>. In: <i>Historical Archaeology</i>, Bd. 28/1 (1994), S. 23–40.</li>
<li>Werner Zips: <i>Eine afrikanische Gegenmacht in der Karibik</i>. In: <i>Zeitschrift für Lateinamerika Wien</i>, Bd. 40/41 (1991), S. 85–106.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Maroon_culture_in_Suriname?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Maroon culture in Suriname</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://maroonconnection.blogspot.com/"><i>Trans-Atlantic Maroon Connection Project</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Kupferstich aus: <i>The Proceedings of the Governor and Assembly of Jamaica, in Regard to the Maroon Negroes. With an Introduction by Bryan Edwards.</i> London 1796, Neuauflage Cambridge University Press 2013, ISBN 978-1-108-06553-5</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vergl. hierzu <a rel="nofollow" class="external text" href="https://dle.rae.es/cimarr%C3%B3n?m=form">Stichwort <i>cimarrón, na</i></a> in <i>rea.es</i>, abgerufen am 28. April 2023 (spanisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum von dieser Denotation abweichenden rezenten Gebrauch des Wortes in verschiedenen Regionen und Ländern Lateinamerikas siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.asale.org/damer/cimarr%C3%B3n">ASALE: Diccionario de americanismos</a> Stichwort <i>cimarrón</i>, abgerufen am 28. April 2023 (spanisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dle.rae.es/jabal%C3%AD?m=form">DRAE</a> Stichwort <i>jabalí</i>, abgerufen am 28. April 2023 (spanisch).</span>
</li>
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